Einrichtung im Übergang | 1945 -1952
Tatsächlich wurde in den Ruinen unmittelbar nach Kriegsende eine Notgaststätte eingerichtet. Diese war im vom Trümmerschutt befreiten Erdgeschoss und Kellergeschoss untergebracht. Der einstige Tanzsaal des alten Langeschen Restaurationsgebäudes lag nun – und bis heute – als kleiner Binnenhof unter freiem Himmel. Ein Teil der straßenseitigen Räume wurde in Eigenleistung instand gesetzt und als Fahrradladen genutzt. Im erhalten gebliebenen südlichen Eishaus bestand weiterhin ein Laden, der später in eine Konsum-Verkaufsstelle umgewandelt wurde.
In den unversehrten übrigen Gebäudeteilen wurde die Konservenproduktion wieder aufgenommen. Der Wandel zur sozialistischen Planwirtschaft wurde durch Einbauten wie einer Fuhrwerkswaage in der Hofeinfahrt deutlich. Diese war nötig geworden, um die staatlich geforderte Produktionsmenge nachweisen zu können. Das Dach des Gildensaal wurde provisorisch geschlossen und der Gildenkeller wurde Verkaufs- und Lageraum von Karl Wickleins Weinkellerei.
